Hippie Style How-To: der Guide für Mann und Frau

Hippie Style Guide

Dem Hippie Style auf den Fersen

hippie paar
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Nonkonformität und Individualismus, Peace & Love, Mut und Toleranz – all diese Begriffe spiegeln die Botschaft des legendären Hippie Styles wider. Eine modische Bewegung, die zwar ihre Hochzeit vor einigen Dekaden erlebte, an Aktualität allerdings nicht verloren hat. Immer wieder lässt sich die bunt-rebellische Fashionszene der Hippies neu interpretieren. Aber warum ist das so? Warum ist der Hippie Style eine endlose Inspirationsquelle für Modelmacher aus Vergangenheit und Gegenwart? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, müssen wir erst mal wissen, was ein Hippie ist und wie er seine Ideologie modisch zum Ausdruck bringt.

Das Wort Hippie stammt aus dem englischen „hip“ (angesagt). Unter diesem Namen revolutionierte eine Jugendkultur die Denkweise in den USA, um sie dann rund um den Globus zu verbreiten. Die Hippies verstanden sich als gegenkulturelle Bewegung, die mit allen etablierten Normen brechen wollte. Der Höhepunkt ihrer Zeit lag zwischen 1965 und 1971. Im Laufe der 70er wurde die Hippie-Strömung zwar von Punk, Metal & Co. ausgelöscht, der entstandene Modespirit verschwand nie.

Festival der Farben

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Die Hippiekultur lehnte sich in ihrer Attitüde der Hipster-Art der 50er an. Coolness und Musik bestimmten Leben und Mode. Die Hippieszene wurde von unnachahmlichen Musikfestivals à la Woodstock geprägt. Ikonen der Bühne wie The Beatles, Joan Baez, Bob Dylan oder Jimmy Hendrix trafen mit ihren Botschaften aber auch mit ihren Outfits den Nerv der Zeit. Sie wurden zu Vorbildern, mehr noch: zu lebenden Legenden. Dieser kleine Exkurs hilft uns zu verstehen, warum heute noch der Hippie Style mit starken Persönlichkeiten in Verbindung gebracht wird.

Der Hippie Look: zwischen Flower Power & Goa

Zur perfekten Hippie Erscheinung gehören Hosen mit Schlag – gerne aus Denim oder Cord. Überhaupt werden Jeans zum Symbol einer nonchalanten Haltung: je ausgeschnittener und gewaschener, desto besser!

Passend zur naturnahen Lebensphilosophie spielen Blumenmuster eine wahre Hauptrolle. Blümchenkleider und Blumenhemden, aber auch frische Blumen als Haarschmuck dürfen nicht fehlen.

Da die Hippiebewegung auch für Weltoffenheit steht, nimmt sie gerne Prints von anderen Ländern in ihre Fashionszene auf. Die afrikanische Farbtechnik der Batik erreicht in der Hippie-Ära einen Must-have-Status.

Die Inspiration aus den fernen Ländern erkennt man vor allem an Accessoires im XXL-Format. Federohrringe aus Mexico, Stirnbänder aus Indien und Basttaschen aus Guatemala symbolisieren die Verbundenheit zwischen den Völkern.

Hier findet ihr ein paar meiner Lieblings Hippie Stücke.
(Ihr könnt nach Links und Rechts klicken)

Der Wilde Westen

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https://www.flickr.com/photos/jazz_defo

Na klar, der Hippie mag die Vorherrschaft der USA nicht, aber gegen ein paar Extras aus dem wilden Westen hat auch er nichts. Cowboy Hut, Weste und Fransentasche sind erlaubt – und erwünscht. Auch an den Füssen erkennt man den amerikanischen Ursprung des Hippie Looks. Denn Boots sind zu Hosen, Maxi-Röcken oder Jeansshorts ein Muss. Die perfekten Begleiter an lauen Sommerabenden sind Ledersandalen (flach, versteht sich!).

Top gehäkelt

Die Hippies bejahen alles, was selbst gemacht oder recycelt ist. Deshalb sind gehäkelte Stücke im Hippie Style sehr präsent. Grob gehäkelte Triangel Tops oder Top Crops im Ibiza-Stil stehen für einen unvergesslichen „Summer of Love“. Und wer denkt Strick wäre nur was für den Streetlook, der irrt. Größen wie Sonya Rykiel haben mit ihren Designs Gestricktes längst salonfähig gemacht!

Die Lennon Brille

Ohne Zweifel war John Lennon eine der prägenden Figuren der Hippie Zeit. Viele Stilelemente aus dieser Epoche wurden von ihm verbreitet. Dazu gehört mit Sicherheit auch seine Sonnenbrille. Hinter dunklen Gläsern lässt sich die Hippie-Coolness optimal ausleben – auch heute noch!

Neben der Sonnenbrille haben viele Kultstücke aus den 60-70ern die Zeit überlebt. So sind Boots, Jeansshorts, Ethno-Accessoires und Westen in unseren Kleiderschränken geblieben – den Hippies sei dank!

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